Mit Zeichnen hat eigentlich alles begonnen.
Schon als Kind stellte ich mit Freuden fest, dass ich meine Umgebung nicht nur mit Worten erfassen konnte, sondern auch mit Linien. Und diese Entdeckung bedeutete mir viel. Die Farbenwelt hingegen erschien mir zu komplex und zu herausfordernd.
Ab nun zogen mich also die Formen und die Linien ganz in ihren Bann, immerwieder von Neuem. Diese glückliche Entdeckungsreise jedoch nahm ein jähes Ende in der Oberstufe, als ein sehr begabter Schüler in die Klasse kam. Ich schämte mich über mein mangelndes Können und verliess augenblicklich diese Freudenwelt. Erst mit 34 Jahren nahm ich diese Spur wieder auf, diesmal hauptsächlich mit Farben.
Doch ich finde es bis heute einfach faszinierend, dass mit einem einzigen Stift und ein paar Linien soviel wahrzunehmen und darzustellen ist. Die Schlichtheit des Ausdrucksmittels verblüfft. Natürlich gibt es aber auch hier unendlich viele Darstellungsmöglichkeiten, etwas Äusseres oder Inneres sichtbar zu machen. Ein paar solcher Wege lernte ich in interessanten Kursen kennen. Zuweilen wurde es oft einfach ein herrliches Spiel von Linien, aus dem sich dann plötzlich ein Porträt herausbildete.
